Pure water is the world’s first and foremost medicine.

Slovakian proverb


 

>50 // Shower Concept

 
The research project “Bathroom of the Future” was initiated in 2013 by the ZVHSK and organised under the leadership of Matthias Thiel, who is responsible, among other things, for strategic projects to cope with demographic change.
 
The ZVHSK has selected the Hochschule für Gestaltung und Kunst Offenbach am Main as its research partner. A team of eight students at the Chair of Technical Products and Product Systems developed a series of innovative product and usage concepts over a period of one year. The research team had the opportunity to work with exclusive partners from industry such as FSB Brakel, hansgrohe, hewi, hsk and keramag. In addition, the group benefited from the expert knowledge of Mathias Knigge, Director of grauwert in Hamburg and expert on demographic integration and universal design. The project started at the beginning of the winter semester 2013 and lasted three semesters. It culminated in an exhibition “>50” at the International Trade Fair for Sanitation and Heating ISH 2015 in Frankfurt and offered students the opportunity to present their ideas for the bathroom of the future.
 
The first step was to examine the requirements of bathrooms in the future in terms of their ergonomics and practicability, sociological and psychological aspects, market relevance, technology and innovation potential. The students consulted different user and interest groups including representatives of the elderly and people with disabilities. The starting point for all the design explorations was an existing bathroom with a floor area of 6–8 m³ , and the aim of making it possible for the users to live self-sufficiently within their own home for as long as possible. The credo: not to remake what already exists but to develop new solutions.
 
As a part of this project, the concept of a shower was developed. Water is life. This is the central element of the design. We experience water most directly in the shower as we sense how it flows over our skin. A warm shower on a cold morning gives us pleasure – just like a freshly brewed cup of coffee after getting up. The act of taking a shower, of washing oneself, therefore also has the potential to be a sensual experience of water. the sensual aspect of experiencing is a fun- damental human need, as many washing rituals show in cultures all over the world.

The shower consists of a ceiling showerhead from which one hundred thin silicon threads hang vertically. These tumbling, transparent capillaries are the only tactile element of the shower. When the shower is switched on, the water flows out of the capillaries and runs down the threads. The person showering stands or sits between the threads while the water runs down them and over their body.
 
The materiality of the threads recedes in the flow of water while remaining tangible and touchable like a sea anemone in water. The person showering interacts directly with the water: unlike in a conventional shower, it is hard to say where the shower ends and the water begins. Because the water is provided in a new way, it can help make it easier to wash people in nursing and care situations.
 
You’ll find a full documentation as PDF available here.
 


 
 
GERMAN VERSION

Reines Wasser ist die weltweit erste und wichtigste Medizin.

Slowakisches Sprichwort
 

>50 // Duschkonzept

 
Das Forschungsprojekt Bad der Zukunft wurde 2013 vom ZVHSK initiiert und unter der Leitung von Matthias Thiel organisiert, der unter anderem für strategische Projekte zur Bewältigung des demografischen Wandels zuständig ist.
 
Die ZVHSK hat die Hochschule für Gestaltung und Kunst Offenbach am Main als Forschungspartner ausgewählt. Ein Team von acht Studenten am Lehrstuhl für Technische Produkte und Produktsysteme entwickelte über einen Zeitraum von einem Jahr eine Reihe von innovativen Produkt- und Nutzungskonzepten. Das Forschungsteam hatte die Möglichkeit, mit exklusiven Partnern aus der Industrie wie FSB Brakel, hansgrohe, hewi, hsk und keramag zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus konnte die Gruppe vom Expertenwissen von Mathias Knigge, Direktor von grauwert in Hamburg und Experte für das Thema demographische Integration und Universal Design, profitieren. Das Projekt startete zu Beginn des Wintersemesters 2013 und dauerte drei Semester. Sie gipfelte in einer Ausstellung “>50” auf der Internationalen Fachmesse für Sanitär und Heizung ISH 2015 in Frankfurt und bot den Studenten die Möglichkeit, ihre Ideen für das Bad der Zukunft zu präsentieren.
 
In einem ersten Schritt wurden die zukünftigen Anforderungen an Bäder hinsichtlich Ergonomie und Praktikabilität, soziologischen und psychologischen Aspekten, Marktrelevanz, Technologie und Innovationspotenzial untersucht. Die Studierenden befragten verschiedene Benutzer- und Interessengruppen, darunter auch Vertreter von älteren Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Ausgangspunkt aller Planungen war ein bestehendes Bad mit einer Grundfläche von 6-8 m³ und dem Ziel, den Nutzern ein möglichst langes autarkes Wohnen im eigenen Haus zu ermöglichen. Das Credo: nicht das Bestehende neu zu gestalten, sondern neue Lösungen zu entwickeln.
 
Im Rahmen dieses Projektes wurde das Konzept einer Dusche entwickelt. Wasser heißt Leben. Dies ist das zentrale Element des Entwurfs. Wasser erleben wir am direktesten in der Dusche, wenn wir spüren, wie es über unsere Haut fließt. Eine warme Dusche an einem kalten Morgen bereitet uns Genuß – wie eine frisch gebrühte Tasse Kaffee nach dem Aufstehen. Der Akt des Duschens und des Waschens hat daher auch das Potenzial, ein Erlebnis des Wassers zu sein. Der sinnliche Aspekt des Waschens kann ein lebensfrohes menschliches Bedürfnis sein, wie viele Waschrituale in Kulturen auf der ganzen Welt zeigen.
 

Die Dusche besteht aus einem Deckenarmatur, aus der hundert dünne Silikonschläuche vertikal austreten. Diese taumelnden, transparenten und perforierten Kapillare sind das einzige taktile Element der Dusche. Beim Einschalten der Dusche fließt das Wasser aus den Kapillaren und läuft an ihnen entlang. Die Person, die duscht, steht oder sitzt zwischen den schimmernden wasserführenden Schnüren, während das Wasser an ihnen hinunter und den Körper fließt.
 
Die Materialität der Fäden verschwindet im Fluss des Wassers und bleibt zugleich wie eine Seeanemone im Wasser fühlbar und berührbar zurück. Der Duschende interagiert direkt mit dem Wasser: Anders als bei einer herkömmlichen Dusche ist es schwer zu sagen, wo die Dusche endet und das Wasser beginnt. Da das Wasser auf eine neue Art und Weise bereitgestellt wird, kann es helfen, Menschen in Pflege- und Pflegesituationen leichter zu waschen.
 
Eine ausführliche Dokumentation finden Sie hier